Erfolgreicher Abschluss Kleinkindprojekt „Lasst mir Zeit“

Im Oktober 2018 startete in unserer Kindertagespflegestelle das Kleinkindprojekt „Lasst mir Zeit“, initiiert von der Unfallkasse Brandenburg.

Für den Projektzeitraum von insgesamt einem Jahr wurden von der Unfallkasse Brandenburg Sport- und Spielgeräte nach der Idee von Emmi Pikler, der ungarischen Kinderärztin, kostenlos zur Nutzung zur Verfügung gestellt, die nun käuflich erworben werden konnten. Angefertigt wurden die Geräte von der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten, die pädagogische Begleitung oblag dem Lehrer und Spielpädagogen Michael Peter Fuchs.

Am 18.02.20 war es nun soweit. Frau Katja Richter von der Unfallkasse Brandenburg übergab uns zum erfolgreichen Projektabschluss das entsprechende Zertifikat, welches ich strahlend und mit Freude erfüllt entgegennehmen durfte.

Die während der Projektlaufzeit entstandene Dokumentation mit zahlreichem Video- und Fotomaterial der intensiven Spielbeobachtungen wurden im Gegenzug der Unfallkasse übergeben.

Seit wir mit den Emmi-Pikler-Geräten arbeiten, haben wir bemerkt, dass sich kleine Unfälle tatsächlich reduziert haben bzw. glimpflicher verlaufen. Barfußzeiten sind nun wichtiger Bestandteil unseres Betreuungsalltags. Die Kinder spüren durch das Barfußspielen an den Geräten viel intensiver den Untergrund, haben einen viel besseren Halt, eine größere Sicherheit in der Bewegung und werden nicht durch die festen Sohlen der Hausschuhe ge- oder behindert. Der neu hergerichtete Turnraum mit wohlig warmem Holzfußboden bildet ideale Voraussetzungen für das Barfußlaufen als mittlerweile fester Bestandteil im Betreuungsalltag.

Auch hat das Kleinkindprojekt dazu beigetragen, den Betreuungsvormittag zu entschlacken und zu entschleunigen. Die innere Haltung, den Kindern Zeit zu geben für deren ungestörtes Spiel und das Hinsehen, Zuschauen und sich als Erwachsener am Tun und Handeln der Kinder zu erfreuen und den Fähigkeiten und Kompetenzen der Kinder zu vertrauen, ist langsam gewachsen und gefestigt worden sowohl bei mir selbst als auch bei den Eltern.

Als Tagesmutti bin ich natürlich stolz auf meine Schützlinge und sehr dankbar, dass die Eltern unser Projekt so tatkräftig und verständnisvoll unterstützt haben, nicht zuletzt durch die bereitwilligen Foto- und Videoerlaubnisse, durch die meine Dokumentation erst lebendig werden konnte.

Alle neu in die Betreuung aufgenommenen Kinder werden ebenso selbstverständlich und achtsam an die Spiel- und Sportgeräte herangeführt, sodass wir die erworbenen Geräte auch in Zukunft gut und regelmäßig für die positive, entspannte Bewegungsentwicklung nutzen werden.

Ein wenig traurig stimmte mich, dass drei angefragte große Neuzeller Firmen keinen Weg gefunden haben, dieses wertvolle Kleinkindprojekt finanziell zu unterstützen. Deshalb gilt mein aufrichtiger Dank all jenen Eltern, Freunden, Bekannten, Nachbarn und Wegbegleitern, die durch ihre Sach- und/oder Schuhspenden geholfen haben, die nicht unbeachtliche finanzielle Herausforderung zu stemmen! Lieben, lieben Dank dafür! Ihr seid spitze!!!

MOZ

Märkische Oderzeitung v. 25.02.2020

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